Urlaubspannen der letzten Reisen

Das kennen wir doch alle: Man freut sich auf die Reise und dann passiert das: Der Flug hat Verspätung oder fällt gar aus, der Koffer geht verloren, das Hotel ist ausgebucht, die Tasche geklaut. Typische Urlaubspannen. Bei mir waren es etwas andere Geschichten, die meine Reisen aber auch interessanter gemacht haben. Und so ganz ohne Pannen geht es ja auch nicht. Aber: Toi, toi, toi, bei mir waren es immer nur kleinere Pannen die sich immer zum Guten gewendet. Hier kommen meine größten Urlaubspannen, die das größte Potenzial haben, mir in bleibender Erinnerung zu bleiben.

  1. Eine Welle der Begeisterung
    Ich drückte der Frau meine Kamera in die Hand und meinte „Hey, ich brauche mal Fotos vom Surfen von mir!“ Das Shooting wurde sehr witzig… Als Surfer muss man die Wellen sehr genau beobachten. Man sollte wissen, wann ein guter Zeitpunkt ist, in das Wasser zu springen. Und wann nicht. Mein Übermut ist hier am Balian Strand auf Bali etwas abgedriftet. Ich war mir sicher, dass ich mein Brett über die kopfhohe Welle heben kann… Man kann sich sicher vorstellen, wie die nächsten Minuten aussahen. Ich wurde ganz schön gewaschen und hin und her geschoben, mein Körper wurde über die Steine geschliffen. Aber surfen ging ich dennoch! Und ich denke gerne an den tiefschwarzen Strand, verziert mit einigen Palmen und dazu das blaue Meer zurück – einfach nur großartig.

    Na, wird das was?

    Wenn mein Ego größer ist, als mein Verstand.

  2. Sprungparty
    Auf Bali wohnen temperamentvolle Affen. Man sollte sich vor ihnen in Acht nehmen, denn sie scheinen nur darauf zu lauern, unachtsamen Touristen die Habseligkeiten zu entwenden. Einer von ihnen machte sich einen Spaß darauf auf unserem Autodach herumzuspringen und mit einem kleinen Sprung den Rückspiegel platt zu machen.

    Einer der Makaken Affen auf Bali und sein Ergebnis.

  3. Blaues Wunder
    Für Anfänger sind die Beachbreaks von Canguu, Kuta und Semyniak auf Bali empfehlenswert. Die Swells an den Spots laufen aber oft auf scharfkantige Korallenriffe auf. Und so auch ich…

    Musterbeispiel

  4. Eine Reise die ist lustig, eine Reise die ist schööön
    Ich verbrachte ich ein paar wunderschöne Tage in Blåvand in Dänemark mit guten Freunden. Man muss allerdings dazu sagen, dass der Start nicht einfach war dank der Deutschen Bahn. Ich musste in Flensburg umsteigen und die Bahn hat sich wohl sehr mit der Ferienzeit verschätzt. 1000 Menschen standen vor dem nächsten Zug und kamen nicht mehr hinein. Die Türen wurden streng von Mitarbeitern verriegelt. Da standen dann die Menschen dort und wussten zunächst nicht, wie es weiter geht. So auch ich. Nachdem auch der Ersatzbus zu voll war und der nächste Ersatzbus uns an einen falschen Ort brachte, trampte ich mit einer Familie in die Nähe meines Zielortes. Meine Freunde begrüßten mich am Abend mit Spaghetti und einem Gas Wein. Ab da an war alles spitze! Abends gingen wir regelmäßig zum Strand und wurden von wunderbaren Farbspielen begrüßt:

    Lange Fahrt, aber es hat sich gelohnt. Der Strand von Blåvand wird von der Abendsonne umarmt.

  5. Gruppe weg, Roller kaputt, Schlüssel abgebrochen
    Auf Bali fand ich schon mal nicht nach Hause, da die Felder anfangs alle sehr ähnlich aussehen. Es ist einfach alles Grün dort und an jeder Ecke steht ein Tempel. Für Neuankömmlinge sehr verwirrend. Aber ich fand doch letztendlich immer nach Hause. Wie auch diese Geschichte zeigt: Ich feierte in der Bar Deus in Canggu. Ich verlor meine Gruppe und blieb noch eine Weile. Ich lernte eine neue Gruppe kennen und fuhr mit einem der Jungs auf seinem Roller über die Insel. Der Roller ging ständig aus, dann blieb er stehn. Der Schlüssel brach dann auch noch ab. Wir trampten weiter und lernten ein super witziges Fotografenteam kennen. Zwischen ihrem Equipment fuhren wir durch die Nacht Balis und führten spannende Gespräche. Ich übernachtete in einer WG und wurde am nächsten Morgen zurück in mein Surfcamp gefahren.
  6. Aussitzen
    Für ein schönes Foto ging ganz nach vorne und wurde prompt ermahnt. In Rom gelten zig Verbote für Brunnen: Picknicken, Füße eintauchen, auf Ränder setzen, Tiere im Brunnen baden- alles nicht erlaubt und wird mit teuren Strafgeldern verbüßt. Ich wurde nur ermahnt und erwiderte mit einem Lächeln.

    Der Brunnen Fontana dei Fiumi auf dem Piazza Navona in Rom.

Das Online-Reisebüro ab-in-den-urlaub.de hat bei einer Umfrage mit 8.387 Teilnehmern die Top 10 der Urlaubspannen ermittelt. Welche das sind, könnt ihr hier sehen:

Unangefochten auf Platz 1 der Urlaubspannen: Kranksein im Urlaub. 34,6 Prozent der Befragten gaben an, während des Urlaubs schon einmal gesundheitlich angeschlagen gewesen zu sein. Ob es nun am abfallenden Stress, am ungewohnten Essen, schlechter Trinkwasserqualität oder am verknacksten Fuß beim Wandern liegt – hier lauert offenbar das größte Pannenrisiko.

Mit einigem Abstand auf Platz 2: Nicht angekommenes Gepäck. Ganze 15 Prozent mussten am Gepäckband schon erfolglos auf ihren Koffer warten. Die gute Nachricht ist: Meist lässt sich das Problem kurzfristig lösen und der Koffer wird zur angegebenen Adresse nachgeliefert.

Bitter wird es für die Betroffenen des 3. Platzes: Denn mehr als jeder zehnte Befragte (12,1 Prozent) konnte seinen Urlaub aufgrund einer Krankheit erst gar nicht antreten. Im Idealfall hilft hier die Reiserücktrittsversicherung, denn sonst kann es auch noch richtig teuer werden…

Die Umfrage wurde von der keyfacts Onlineforschung GmbH im Auftrag von ab-in-den-urlaub.de durchgeführt.