Wer nach Portugal reist, will meist nach Lissabon. Das war auch mein Plan. Jedoch reichte die Zeit auf unserem Roadtrip nicht mehr und so entschieden wir uns spontan für Porto. Das Stadtbild hat viele jahrhundert alte Gebäude und ist seit 1996 ein Weltkulturerbe der UNESCO. Mit seinen knapp 250.000 Einwohner ist Porto die zweitgrößte Stadt Portugals. Touristenströme halten sich aber noch in Grenzen. Teilweise gibt es hier menschenleere Straßen, wenn man z. B. weiter nach oben wandert- weg vom Hafen. Die Touri-Hotspots sind natürlich gnadenlos voll.

Tipp 1: Mal ganz entspannt

Ich habe so viel hier entdeckt und möchte euch meine persönlichen Porto Tipps näher bringen. Zunächst das Wichtigste: Ihr braucht eigentlich nicht viel zu wissen. Lasst euch durch die Stadt treiben, eure Sinne von den rauen Ecken und farbenfrohen Gegenden berieseln! Wer dennoch an die Hand genommen werden möchte, geht zu meinen nächsten persönlichen Porto Top 10 Tipps weiter unten.

Bunte Hausfassaden und wunderbare Fliesenmuster findet man überall in Porto.

Tipp 2: Bogenbrücke Ponte Dom Luis

Kommt man in Porto an, geht man einfach nur bergab und kommt automatisch zum Hafen mit der großen Bogenbrücke Ponte Dom Luis. Auf der Brücke hat man einen tollen Blick auf die Stadt und die Boote am Hafen. Auch am Abend lohnenswert, denn dann verschwindet die Sonne am Horizont und es lassen sich stimmungsvolle Fotos machen. Für dijenigen, die nicht schwindelfrei sind, gibt es unten auch einen Gang über die Brücke.

Die Bogenbrücke Ponte Dom Luis über dem Fluss Douro.

Tipp 3: Vila Nova de Gaia

Über die hohe Brücke geht man gut 10 Minuten zum anderen Ufer. Dort liegt die Stadt Vila Nova de Gaia. Hier geht es ruhiger zu, als auf der anderen Seite. Alles scheint hier entspannter abzulaufen und es ist nicht mit Menschen überlaufen (rund 180.000 Einwohner). An der Uferpromenaden befinden sich Bars, Restaurants. Die Portweinlager (hmmmmm) dahinter. Dort kann man Führungen und Verköstigungen mitmachen. Wer nicht mehr zurück laufen mag, nimmt eine Gondelfahrt zurück zur Brücke.

In Vila Nova de Gaia haben wir dieses tolle Trödelgeschäft entdeckt und mittendrin stand dieser Bewacher. Ich dachte zuerst, die Katze gehört mit zum Interiorverkauf…

Tipp 4: Buchhandlung „Livraria Lello & Irmão“

Die Buchhandlung ist wohl eine der schönsten der Welt. Seit 1906 steht sie nun hier und zieht die Menschenmassen an. Es lohnt sich am Abend hineinzugehen, tagsüber war sie voll mit Touristen. Die Gestaltung der Räume ist wunderschön: In der Mitte steht eine beeindruckende Treppe mit roten Stufen. Die Holzregale haben kleine Verzierungen, wundervolle Schnitzereien sind überall zu entdecken. Ich war ehrlich gesagt, ziemlich erstaunt, da es mich zuerst überraschte, das eine Buchhandlung eine Attraktion in Porto sein soll. Ich war begeistert. Der Eintritt liegt bei 4 Euro und wird bei Kauf eines Buches angerechnet. Die Karte erhält man an der nächsten Ecke in einem Shop.
Adresse: Rua Carmelitas 14, 4050-161 Porto

„But first, let me take a selfie!“

Tipp 5: Die Fliesenkunst von Azulejo

In Porto findet man überall handbemalte Fliesen von Azulejo, welche zumeist in blau-weiss gehalten sind. Schaut einfach mal hinauf zu den Häuserfassaden, z. B. beim Bahnhof Estação São Bento oder bei der Kirche Igreja de Santo Ildefonso.

Fliesenkunst in Porto

Tipp 6: BASE Bar

In Porto hat man viele gute Bars. Eine Barlocation ist mir am besten in Erinnerung geblieben: BASE.
Sie liegt im Stadtzentrum, direkt an der Clérigos Kirche. Genauer gesagt im Freien auf einem Autohaus, welches Dach mit einer großen Rasenfläche ausgelegt ist.

Wir bestellten uns Weißwein, der in einer Gießkanne gekühlt wurde, saßen auf einer der Decken, die überall rum lagen und sahen dem Treiben zu. Andere Besucher nahmen auf Holzkisten Platz, in einer umgebauten Badewanne, auf Sofas oder an den Tischen um die Bar herum. Die Getränkepreise sind ok: Flasche Weißwein Quinta de Azevedo kostet 12 Euro, Mateus Rosé 19 Euro, Espresso 1 Euro, Mojito 6 Euro, Superbock Bier 1,50 Euro.
Adresse: Passeio dos Jardim, Porto, Portugal

Weißwein, Gießkanne, Wiese, perfekt.

Die Bar „Base“ in Porto.

Tipps 7: Drink holen und losgehen

An den Enden des Douroflusses gibt es ebenso zahlreiche Bars. Und günstiger. Das Bier kostete uns hier 70 Cent. Damit spazierten wir vorbei an den urigen Häusern, nahmen am Fluss Platz und wurden mit einer spektakulären Aussicht auf den knalligen Sonnenuntergang beeindruckt.

Daran kann man sich nicht satt sehen: Der Fluss Douro am Abend in Porto.

Tipp 8: In Porto sollte man an diesem Ort NIEMALS essen gehen

Ich hörte, in Porto kann man traditionelle und lokale Leckereien bekommen. Zu fairen Preisen und zum dahinschmelzen. Wir fanden auf die Schnelle kein Restaurant und unsere Mägen knurrten. Wir wussten, das was wir vor hatten, falsch war und wir machten es dennoch. Denn wir hatten Hunger und hatten Lust auf ein bißchen Risiko. Und sonst könnte ich mich nicht so schön auslassen und die DONT´S beim Essen in Porto euch aufschreiben:

1. Geht niemals zum Essen zu den Touri-Hotspots, wie zum Ribeiraviertel unten am Fluss.
Wir taten es.

2. Geht niemals dahin, wo der Kellner euch in sein Restaurant ziehen will.
Wir ließen uns hineinziehen.

3. Setzt euch nicht in Restaurants, wo die Speisekarte aus Fotos besteht.
Das Essen sieht in Wirklichkeit ganz anders aus.

4. In Porto kann man lecker essen.
Im Ribeiraviertel nicht.

Was ich zugeben muss: Die Aussicht war perfekt. Wir blickten auf die vorbeziehende Schiffe und die Portweinlager gegenüber. Drumherum spielten Musiker, die Zuschauer tanzten. Hier ist eine Menge los. Lokale und Souvenirläden reihen sich aneinander. Es gibt viel zu gucken. Die Uferpromenade wird umarmt von den wunderschön anzusehenen antiken Gebäuden. Aber bestellt euch einfach einen Galão, der ist lecker und dann wird der Geldbeutel auch nicht so leicht. Später fanden wir dann auch noch viele Restaurantschätze weiter oben mit Tapas, Wein und Gaumenliebe. Geht doch.

Das Ribeiraviertel unten am Fluss.

Tipp 9: Streetart

Beim Gang durch die farbenfrohen und rauen Straßen Portos werft einen Blick auf die Streetartkunst. Man findet sie auf Stromkästen, zerklüfteten Mauern, Hauswänden und Böden. Die Straßenkünstler werden von der Stadt gefördert. Wenn sie ihre Werke einreichen und es angenommen wird, werden ihre Projekte finanziert.

Ein Wandbild des Künstlers DRAW am Ende der Brücke von Porto.

Tipp 10: Kathedrale von Porto

Um zur Kathedrale zu kommen, muss man erst mal hoch hinaus. Der Weg ist entspannt, nicht sehr steil (wie sonst gerne in Porto). Oben angekommen blickt man auf einen großen Platz, wo sich die Kathedrale befindet. Das Gebäude ist eine Michung aus Stein und Gold. Groß und mächtig. Der Ausblick auf die Stadt goldwert:

Porto-Impressionen

NAMEDNAS – SANDEMAN

Hach…

Erwischt!

Ausblick auf den Hafen und Rio Torte II.

Vögel die sich nicht lieb haben.