Kaum ein Flecken Erde eignet sich besser für einen unvergesslichen Surfurlaub als Bali. Ihr findet neben den extrem konsistenten und perfekten Wellen, auch Natur, Tradition, pulsierende Moderne und tobendes Leben. Die Insel lebt. Eines ist schon an Tag eins gewiss: Das wird nie das letztes Mal Bali sein. An der Landschaft kann ich mich als Hamburgerin kaum satt sehen. Statt grauen Häuserreihen erblickt ihr Tempelbauten, Palmenreihen, grüne Reisfelder, in der Ferne einen Vulkan, den morgens ein magisch bläulicher Schleier umgibt. Am Tag brennt die Sonne auf deiner salzigen Haut, in der Nacht ist es ebenfalls heiß. Zum Einschlafen seid ihr von tropischen Geräuschen umgeben: zwitschernde Vögel, Geckos und Frösche, die sich ein Quakkonzert geben, hier ein Zirpen, da ein Schnalzen. Hach. Bali, mich wirst du nicht mehr los.

Bali bietet ideale Surfbedingungen für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene, teilweise mit Riffen und Beachbreaks mit einmaligen Surfspots. Die Wassertemperaturen sind konstant um die 27 Grad. Neo adé! Es reichen Bikini oder Bordshorts. Manchmal wird man zwar schon mal von einem heftigen Regenguss überrascht, aber es ist so heiß auf Bali, da zählt Regen eher als eine willkommene Abkühlung. Wer ein leeres LineUp haben möchte, sollte früh aufstehen. Meine Langschäferzeiten sind in der Zeit auf Bali vergessen. Ich gehe um 5 Uhr surfen (um diese Uhrzeit drehe ich mich normalerweise gerade um), damit ich die erste im Wasser bin. Das Morgenlicht taucht den noch menschenleeren Strand langsam in helle Farben, während der Mond über dem Meer seine letzten Minuten Nacht spielt. Das ist es.

Die Strände haben sich fest in meine Erinnerungen eingebrannt. Sie bieten einen faszinierenden Kontrast: Sandstrände, manche haben aber auch Vulkanasche. Ein tiefschwarzer Sand, verziert mit einigen Palmen und dazu das blaue Meer – einfach nur großartig. Aber es gibt auch eine traurige Seite: der Müll. An einigen Ecken auf Bali gibt es viele Müllteppiche: Plastiktüten, Dosen, Flaschen, Abfall. Durch den Tourismus fallen enorm große Müllmengen an, was die Entsorgungsinfrakstruktur überfodert hat. Aber es gibt positive Veränderungen: 2017 startete die Insel große Aufräumaktionen. Täglich wurden bis zu 100 Tonnen Müll an gut 6 km langen Strandabschnitten eingesammelt.

Meine Lieblings Surfspots auf Bali:

Surfen in Uluwatu – Unglaubliche Wellen erleben.

Uluwatu

Uluwatu ist Balis berühmtester Spot! Er ist nur etwas für Fortgeschrittene. Die Wellen können bis zu vier Meter hoch werden. Man muss über abenteuerliche Pfade steigen und bei Flut durch eine Höhle hinauspaddeln- und es auch zurück schaffen, ohne dass die Wellen einen gegen die scharfkantigen Felsen schlagen. Es lohnt sich auch in den Cafés, die sich in den Felsen verstecken, auf die Surfkünste hinab zu blicken. Dabei fällt der Blick auch auf die beeindruckende Steilküste.

Ein Surfer bei Uluwatu, der einen großen Brecher surft.

Canguu, Kuta und Semyniak

Für Anfänger sind die Beachbreaks von Canguu, Kuta und Semyniak empfehlenswert. Die Swells an den Spots laufen aber oft auf scharfkantige Korallenriffe auf. Fußschutz erleichtert den Einstieg. Bei unserem Hauptspot, Batu Bolong, sind gute Surfsessions vorprogrammiert: Die Wellen sind steil und bei Glück recht hoch. Natürlich ist es auch gut voll hier, aber die Leute verteilen sich ganz gut. Es gibt rechte und linke Wellen. Um den Spot herum sind einige Cafés, wo man Kokosnüsse für kleines Geld schlürfen kann und einfach das hier und jetzt genießen sollte. Abendsurfer werden mit einem Sonnenuntergang der Extraklasse belohnt.

Balangan

Hier laufen die Wellen vor dem Riff. Der Postkartenstrand bietet beste Bedingungen zum Baden oder Schnorcheln. Hier kann man den ganzen Tag verbringen, in der Sonne faulenzen oder sich nach dem Surfen massieren lassen.

Glücklich nach dem Balisurf.

Balian

Sehr zu empfehlen ist auch Balian. Der Surfspot befindet sich an der Südwestseite Balis. Er bietet eine Vielfalt von Wellen an, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene surfbar sind. Das Zusammenspiel der Vegetation am Balian-Strand wird dir ewig in Erinnerung bleiben: Der tiefschwarze Vulkansand, runde Steine, die durch die Welleneinheiten rumklappern, ein Palmengesäumter Horizont und die Unberührtheit der Natur. Es gibt eine Handvoll Cafés entlang des Strandes.

Balian: Wenn man nicht surfen geht, kann man hier super entspannen und spazieren gehen. Ich liebe den Strand.

Surfcamp-Empfehlung

Ich verbrachte bereits einige Wochen im Stormrider-Surfcamp. Es liegt an der Süd-Westküste im idyllischen Canggu. Das Schöne: In dem Ort leben mehr Alteingesessene und weniger Touristen. Das Surfcamp bietet Einzelzimmer, Doppelzimmer, sowie ein Mehrbettzimmer an. Bis zu 20 Gäste können hier unterkommen. Hier geht es eher ruhiger zu, man findet Leute, denen Surfen wichtiger ist als Party. Yogasessions werden auf der dafür eigenst angelegten Plattform angeboten.

Zu späterer Stunde wird die Terrasse am Pool zum Treffpunkt. Gäste aus aller Welt philosophieren über das Leben, Bali-Surfspot mit den besten Wellen, klagen über ihren Muskelkater und holen sich Tipps. Manch einer holt vielleicht auch seine Klampfe raus und man hört deren Klänge zu einem Bintang zu.

Bali verzaubert mit einer wunderschönen Landschaft.

Ihr erblickt auf Bali Tempelbauten, Palmenreihen und grüne Reisfelder.

Magische Momente am Morgen.